Archive for March, 2012

Arrivée à Lyon et premières découvertes

Monday, March 19th, 2012

Nachdem ich zwei Wochen vor meiner Abreise vor lauter Hausarbeiten und Erasmus-Planungsstress noch weder Lust noch Zeit hatte um an Lyon zu denken, war es am 24. august dann plötzlich soweit: Ab in den Zug und Aussicht auf 12 Stunden Zugfahrt mit Zwischenstop in Paris.

Klar, ich hätte auch den Flieger nehmen können, dieser war aber zu dem Zeitpunkt sogar teurer als der Zug. Und da ich auf diese Weise sowohl mit einer pariser Freundin zwischendurch frühstücken konnte als auch genug Zeit hatte um den Stress der letzten Tage zu vergessen, fand ich die Zugvariante für die Hinreise ziemlich gut. Außerdem konnte ich so so viel Gepäck mitnehmen wie ich irgendwie transportieren konnte… hat auch was.

Ein kluger Schachzug (wie ich rückblickend bemerke) war, dass ich bereits zu Hause in die Facebookgruppe der Erasmusstudis in Lyon eingetreten bin. So hatte ich schon vorher Kontakt zu einem französischen Mädchen, das mir netterweise den Weg vom Bahnhof Part Dieu bis zu meiner Résidence genaustens beschrieben hat… verlaufen hab ich mich leider dennoch. 😀

Sprich – nach einer stundenlangen Fahrt, ewiger Suche nach der kleinen Straße in der sich die Résidence befand (kein einziger Mensch in Lyon den ich gefragt habe, schien sie zu kennen), nach einigen zu signierenden Zetteln und viel konfusem Gerede der Hausdame der Résidence und ein paar Sprachproblemen hatte ich dann endlich meinen schweren Koffer in den 5. Stock transportiert und wurde empfangen von…

…17 m³, grauen dreckigen Wänden, einer hyperunpraktischen Badewanne und der Info, dass die sowieso schon völlig überteuerte Miete von 510€ die Elektrizität noch nicht beinhaltet, Internet 25€ im Monat und jede Wäsche 3€ kostet und der Tatsache, dass im Zimmer weder Besteck, noch Töpfe, noch Bettdecke, noch Kleiderbügel vorhanden sind.

Juhu. Ihr könnt euch vorstellen, wie “glücklich” ich war, endlich da zu sein. Zumindest konnte ich mir in dem Moment noch nicht vorstellen, dass ich schon sehr bald völlig euphorisch von meinem neuen “Zuhause” berichten würde.

Nachdem ich dann allerdings den nächstgelegenen Carrefour-Supermarkt ausgemacht hatte und mit vollen Einkaufstüten wiederkam, lief ich glücklicherweise im Flur direkt meinem schwedischen Résidence-Nachbarn Linus über den Weg. Da wir beide gerade erst angekommen waren, er nett zu sein schien und wir uns in der gleichen Lage sahen (ohne jegliche Freunde und absolut ohne Plan von Lyon) nahm ich meinen Mut zusammen und fragte ihn promt, ob er Lust hätte am nächsten Tag (ein Samstag) die Stadt zu erkunden. Das rendez-vous war abgemacht – meine Laune und meine Aussicht aufs Wochenende waren gerettet.

Das Wetter war- wie man sehen kann –  zu der Zeit noch super super gut. Es war warm bis Oktober und an den Tagen nach meiner Ankunft machten wir uns ein Bild vom schönen Lyon. Unser Prinzip: zu Fuß loslatschen und gucken wohin der Weg uns führt. So haben wir im Endeffekt mehr von der Stadt gesehen, als so einige Metro-Fans in unserem Erasmus-Freundeskreis 😉

Monday, March 19th, 2012

Saluuuuuut et un grand bisou aus Lyon!

Seit dem 25. august 2011 bin ich nun schon hier in der drittgrößten Stadt Frankreichs (…ein Lyoner würde sagen, in der zweitgrößten Stadt noch vor Marseille, aber darüber lässt sich streiten).

Leider habe ich erst jetzt geschafft, den Blog einzurichten. Dabei ist mein Semester eigentlich schon fast vorüber und die meisten meiner Freunde sind sogar schon wieder zurück in Hildesheim… Aber “besser spät als nie” möchte ich auf den letzten Drücker den Blog nutzen, um ein wenig anschaulicher zu zeigen, was ich während der letzten Monate so in Lyon studiert, erlebt, kennengelernt und gesehen habe :) .